Wie eine Begleitung im Wald abläuft
Die Arbeit beginnt nicht mit einer Übung, sondern mit einem Ankommen im Körper. Erst wenn das Nervensystem genug Raum hat, kann Resonanz überhaupt stattfinden. Danach folgt eine geführte Wahrnehmung, die sehr unspektakulär wirkt – und gerade deshalb wirkt.
1. Ankommen
Wir wechseln vom Denken ins Spüren.
Es geht nicht um Entschleunigung, sondern um Kontakt mit dem Körper: Gewicht, Atem, Untergrund. Erst dadurch baut sich ein Innenraum auf.
2. Der Wald öffnet sich
Welche Formen der Begleitung es gibt
Diese Arbeit hat weniger mit „Programm“ zu tun und mehr mit Raumhalten. Deshalb gibt es auch keine starre Methode, sondern unterschiedliche Tiefenstufen.
1. Einzelbegleitung
Für Menschen, die ein persönliches Thema tragen oder wirklich in sich ankommen wollen. Hier entsteht der stärkste Regulationsraum, weil der Körper nicht in soziales „Funktionieren“ gehen muss.
2. Begleitung in Kleingruppen (2-6 Personen)
Geeignet, wenn Menschen sich gegenseitig tragen, ohne sich zu überlagern.
Der Fokus liegt nicht auf Austausch, sondern auf gemeinsamem Felderleben.
Nicht reden – sondern mitbekommen, wie unterschiedlich Nervensysteme reagieren und sich gegenseitig beruhigen oder verstärken.
3. Prozess über mehrere Monate
Für Menschen, die nicht nur einen Moment Entlastung wollen, sondern Stabilität.
Hier entsteht aus „Erfahrung“ langsam „Körpergedächtnis“.
Aus dem Ort Wald wird eine Ressource.
Kein Kurs. Kein Skript. Ein Raum.
Ich arbeite nicht mit Techniken, sondern mit Resonanz. Der Wald übernimmt die Rolle des Co-Regulators, ich halte den Rahmen. Die Wirkung entsteht nicht durch meine Anleitung, sondern weil das Nervensystem Erlaubnis bekommt, sich selbst zu ordnen.

Was Menschen aus dieser Begleitung mitnehmen
Diese Arbeit zielt nicht auf Entspannung, sondern auf Regulation.
Das heißt: Das Nervensystem findet von selbst in ein Gleichgewicht, ohne äußere Steuerung.
Die Effekte sind konkret und körperlich spürbar mehr als nur ein „Wellnessgefühl“.
Typische Veränderungen nach einer Begleitung
Spürbare Erdung. Der Körper reagiert wieder auf Schwerkraft, nicht auf Stresssignale
Verbesserte Selbstwahrnehmung. Menschen merken früh, wann sie über ihre Grenzen gehen
Schnellere Erholung nach Belastung.
Klare Körpergrenzen. Weniger Überflutung durch Reize oder Emotionen anderer.
Konstantere Energie. Der Körper verteilt Kraft statt sie zu verbrennen.
Resilienz. Innere Stabilität bleibt auch dann erhalten, wenn äußere Anforderungen steigen.
Das Entscheidende:
Diese Veränderungen entstehen nicht, weil man „etwas übt“, sondern weil das Nervensystem seine natürliche Selbstregulation wieder aufnimmt.
Der Wald bietet dafür den stabilsten Rahmen, den man in unserem Alltag noch finden kann.
Rahmen und Organisation
Ort
Die Waldraum-Begleitungen finden im Raum Muldestausee / Bitterfeld-Wolfen statt.
Der genaue Treffpunkt wird nach Anmeldung individuell abgestimmt. Ich wähle ruhige, gut erreichbare Waldstücke mit stabiler Energie und wenig Publikumsverkehr.
Jahreszeit
Waldraum ist zu jeder Jahreszeit möglich – Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben jeweils eigene Wirkqualitäten. Kleidung und Dauer werden dem Wetter angepasst.
Dauer
Einzelbegleitung: ca. 90 Minuten
Gruppe: ca. 2 Stunden
Tageszeit / Retreat: 10–16 Uhr
Mitbringen
Wettergerechte Kleidung, etwas zu trinken, ggf. Sitzunterlage oder kleines Notizbuch.
Buchung
Anmeldung per Mail an [Mailadresse einfügen].
Nach der Buchung erhältst du eine Bestätigung mit allen Informationen zum Treffpunkt, Ablauf und zur Bezahlung.
Preise
Einzelbegleitung: 100 € / 90 Minuten
Monatskreis (Gruppe): 45 € pro Person / 2 Stunden
Tageszeit / Retreat: 130 € pro Person
Zahlung bar oder per Überweisung nach Bestätigung.
Absage
Sollte das Wetter extreme Bedingungen mit sich bringen (Sturm, Gewitter), wird der Termin verschoben. Absagen bis 24 Stunden vor Termin sind kostenfrei.
Anmeldung unter:
melanie.ludolf@wildewiesen.org
Tel .: 01789084795