Kindergeburtstag in Muldestausee und Umgebung

Natur und Waldabenteuer

Erlebe einen Kindergeburtstag voller Natur, Kreativität und Abenteuer
Bei uns feiern Kinder ihren Geburtstag draußen, in der Natur, abseits von klassischen Programmen. In einer naturnahen Umgebung mit Garten, kleinem Waldstück und gemütlicher Laube verbringen wir gemeinsam 2,5 Stunden voller Entdeckungen, Spiel und kreativer Aktivitäten.

Was erwartet euch?

Der Geburtstag beginnt mit einem gemeinsamen Ankommen und einer herzlichen Begrüßung im wildnispädagogischen Stil. Anschließend erkunden wir den Naturraum rund um unsere Location und gestalten mit Naturmaterialien eigene kleine Kunstwerke und Hütten. Wir lesen Spuren, spielen, entdecken den Wald und erleben achtsame Feuererlebnisse. Zwischendurch bleibt Raum für freie Entdeckungen und Naturmomente. Zum Abschluss kommen wir noch einmal zusammen und lassen den Geburtstag gemeinsam ausklingen.

Kindergeburtstag in der Natur? Für wen ist er geeignet?

Dieses Erlebnis ist geeignet für Kinder ab etwa 5 Jahren, die gerne draußen sind, neugierig und kreativ. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Inhalte und Ablauf werden individuell an das Alter, die Gruppengröße und die Jahreszeit angepasst.

Details auf einen Blick

Dauer: ca. 2 h 30 min

Ort: Naturnahe Location bei Muldestausee (kleiner Wald, Garten, Laube), ca. 5 Minuten vom Bahnhof entfernt; auf Wunsch auch an einem Ort eurer Wahl.
Wichtiges zum Mitbringen:
Bitte wetterfeste Kleidung, die auch schmutzig werden darf, und festes Schuhwerk mitbringen. Snacks und Getränke für die Gruppe können gerne mitgebracht werden. Alle anderen Materialien sind vor Ort vorhanden.

Was ist inklusive?

Persönliche Begleitung während der gesamten Zeit.
Nutzung der naturnahen Location
Alle benötigten Materialien und Werkzeuge
Auf Wunsch: Abholung der Gruppe vom nahegelegenen Bahnhof

Optionale Extras

Stockbrot am Feuer – 4 € pro Portion
Heiße Getränke (Kakao oder Tee) – 3 € pro Person inkl. Geschirr
Verlängerte Zeit (mehr Spielen und Entdecken) – 60 €
Schnitzmesser (z. B. Opinel) 20 €

Teamevents und Gruppen

Teamevents & Gruppen
Auf Anfrage eignet sich dieses Format auch für gemischte Gruppen oder Teamevents, wenn Naturerleben, Kreativität und gemeinsamer Austausch im Vordergrund stehen.

Waldraum

Warum der Wald für mich Regulationsraum ist

Ich habe in den letzten Jahren viele Menschen erlebt, die vom Wald erzählen, als wäre er ein Wellnesshotel.
Achtsamkeit, Entschleunigung, Waldbaden.
All das hat seinen Platz und es ist schon was Wahres dran. Aber mir reicht es nicht.

Ich spüre, dass dort etwas Tieferes passiert.
Etwas, das sich nicht über Atemübungen oder „in-die-Stille-Gehen“ erklären lässt.
Etwas, das direkt im Körper arbeitet.

Was wirklich geschieht, wenn wir in den Wald gehen

Im Wald verändert sich das Umfeld, in dem unser Nervensystem arbeitet.
Licht, Temperatur, Luftionen, Schall, elektrische Felder – alles ist dort anders als im künstlichen Alltag.
Bäume kommunizieren chemisch und elektrisch. Sie geben Terpene ab – das sind Duftstoffe, die nachweislich das Immunsystem stärken und Stresshormone senken.
Studien aus Japan und Südkorea belegen seit Jahren: Schon zwei Stunden im Wald senken den Cortisolspiegel, aktivieren den Parasympathikus (den Teil des Nervensystems, der für Regeneration zuständig ist) und fördern Herzratenvariabilität, Konzentration und Immunsystem.

Aber das sind nur die messbaren Dinge.
Was man kaum misst, aber sofort spürt:
Der Körper stimmt sich auf das biologische Feld um.
Wald ist kein Hintergrund – er antwortet.
Bäume senden schwache elektrische und akustische Signale aus, sie regulieren Feuchtigkeit, Sauerstoff, Temperatur. Unser System registriert das.
Nicht als Gedanke, sondern als Sicherheit.

Wenn der Körper merkt: Hier stimmt das Umfeld, dann schaltet er um.
Aus Überlebensmodus wird Selbstregulation.
Das ist der Moment, in dem Menschen plötzlich aufatmen oder ein Schwindelgefühl bekommen.
Sie nennen es Entspannung.
Eigentlich ist es Rückkehr.

Warum ich „Waldraum“ anbiete

Ich habe irgendwann gemerkt, dass meine Arbeit mit der Natur nicht darin besteht, Menschen etwas zu zeigen.
Sondern darin, sie an den Punkt zu führen, wo ihr Körper wieder von selbst antwortet.

Ich selbst kenne diesen Wechsel.
Es ist dieser Moment, in dem das Denken leiser wird, der Atem tiefer, die Schultern plötzlich Gewicht spüren.
Nichts Spektakuläres. Und doch verändert es alles.
Weil der Körper sich erinnert, wie Regulation geht.

Aus dieser Erfahrung ist Waldraum entstanden.
Kein Waldbaden, kein Kurs, kein „Programm“.
Ein Raum, in dem der Körper sich neu sortieren darf.

Was Menschen dort erleben

Jeder reagiert anders. Manche fühlen sich sofort getragen, andere werden erst müde oder benommen.
Beides ist normal.
Das Nervensystem testet Sicherheit – so wie Tiere einen neuen Ort prüfen, bevor sie sich hinlegen.

Ich halte den Rahmen, bis der Körper von selbst umschaltet.
Manchmal geschieht das im Sitzen an einer Eiche, manchmal im Gehen, manchmal einfach im Dasein.
Dann kommt Ruhe – nicht als Ziel, sondern als Folge.

Wissenschaft trifft Erfahrung

Die Wirkung ist messbar: niedrigere Herzfrequenz, höherer Vagustonus, stabilere Atmung.
Aber sie ist auch spürbar: Menschen stehen anders auf, gehen anders, atmen anders.
Das ist kein Placebo, sondern Biophysik.
Unser Körper ist ein elektrisches System, das in Resonanz geht, wenn das Umfeld kohärent ist.
Und der Wald ist das kohärenteste Umfeld, das es gibt.

Was bleibt

Ich glaube, wir brauchen weniger Techniken, sondern mehr Räume, in denen der Körper wieder mitreden darf.
Waldraum ist für mich genau das:
Ein Ort, an dem Menschen sich nicht „beruhigen müssen“, sondern wo Ruhe von selbst entsteht.

Bist du Interessiert?

Lies hier mehr!

Neue Wiesenspielgruppe!

Herbst in Muldenstein

Natur erleben – staunen – spielen

Die neue Herbstgruppe der Wilden Wiesen  für Kinder von 3 bis 6 Jahren startet.

An 5 Terminen lernen eure Mäuse die Natur in ihrem eigenen Tempo entdecken – neugierig, frei und ohne Leistungsdruck.

Wir erleben kleine Abenteuer direkt vor unserer Haustür:
wir spüren den Wind, lauschen den Vögeln, suchen Tierspuren, entdecken Pflanzen, schnitzen, basteln und gestalten mit Naturmaterialien. Jede Woche steht unter einem neuen Thema – etwa die Tiere des Waldes, die Kraft der vier Elemente oder die Geheimnisse der Bäume.

Die Kinder lernen dabei spielerisch den Jahreslauf kennen und erfahren, wie sich die Natur im Wandel der Zeit verändert.

Nach einem langen Kitatag hat jedes Kind andere Bedürfnisse. Deshalb wechseln sich bei uns ruhige und lebendige Phasen ab – wer Kraft hat, kann toben; wer Ruhe sucht, darf einfach beobachten oder lauschen.

Die Wiesenspielgruppe findet in Begleitung eines vertrauten Erwachsenen statt. Es wird warmen Tee und für die Großen Kaffee geben sowie kleine Snacks.

Treffpunkt: Muldenstein, vor dem Herrenhaus

Termine: 12.11., 19.11., 26.11., 3.12., 10.12.
Von 15:30 bis 17 Uhr.

Kosten: 80 Euro. (Geschwisterrabatt möglich.)

Meldet euch jetzt an, die Platzzahl ist begrenzt!

#WildeWiesen #Muldenstein #Naturverbindung #Kinderindernatur #Wildnispädagogik #Draussenkinder #Familienzeit #AbenteuerKinder #Naturbasteln #JahreszeitenErleben #Kindheitdraußen #Muldestausee #Freispiel #Naturzeit #MitKindernWachsen

Herbstzeit ist Werkelzeit

Bascettasterne

Wenn draußen die Blätter tanzen und das Licht weicher wird, zieht uns der Herbst zurück an den Tisch – zu Tee, Papier, Kerzenlicht und dem Wunsch, etwas mit den eigenen Händen zu gestalten.
In diesem Kurs falten wir gemeinsam die wunderschönen, dreidimensionalen Bascetta-Sterne – echte Hingucker, die jedes Zuhause in ein warmes, sanftes Licht tauchen.

Was dich erwartet

Eine Einführung in die Falttechnik des modularen Origamis – Schritt für Schritt und auch für Einsteiger gut machbar.

Eine ausführliche Anleitung, wie du den 30-teiligen Bascetta-Stern faltest und zusammensetzt.

Gestaltungsideen für verschiedene Farb- und Musterkombinationen – klassisch, modern oder ganz individuell.

Praktische Tipps und Unterstützung, damit dein Stern präzise und stabil wird.

Und natürlich: eine gemütliche Atmosphäre bei Kaffee und Gebäck, in der Zeit keine Rolle spielt.


Du brauchst keine Vorkenntnisse – nur Freude am Basteln und etwas Geduld. Sobald der erste Stern fertig ist, wirst du verstehen, warum so viele Menschen diese Faltkunst lieben. Jeder Stern ist ein kleines Kunstwerk und trägt ein Stück deiner Ruhe und Achtsamkeit in sich.

Wann und wo

📅 Freitag, 24. Oktober 2025
🕐 14 Uhr / 16 Uhr / 18 Uhr
📍 Altjeßnitzer Familiennest, Parkstraße 6, 06800 Raguhn-Jeßnitz

Preis

💰 15 € pro Person
(inkl. Material, Kaffee & Gebäck)

Anmeldung

Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich.
Melde dich gerne direkt bei:
📩 melanie.ludolf@wildewiesen.org
📞 0178 908 4795
🌐 http://www.wildewiesen.org

Tipp: Die fertigen Sterne eignen sich wunderbar als Fenster- oder Raumdekoration, als Geschenk oder für eine kleine eigene Sternengalerie zuhause.

Herbstzeit ist Duftzeit – Düfte erleben, teilen und genießen

Im dritten Teil meiner Reihe „Herbstzeit ist Duftzeit“ geht es darum, wie wir Düfte ganz praktisch in unseren Alltag holen können – mit Duftkerzen, Räucherwerk oder ätherischen Ölen.

Wir dürfen wieder bewusster riechen, ausprobieren, kombinieren – und uns fragen: Was tut mir gerade gut?
Ein warmer Vanilleduft kann Geborgenheit schenken, Fichtennadel erdet, Orange bringt Licht ins Gemüt.

Herbst riecht nach Wärme, Holz und Geborgenheit.
Düfte holen Erinnerungen zurück – und schaffen neue.

Wenn ich an Duftpartys denke, habe ich sofort ein leichtes Schmunzeln im Gesicht. Irgendwie klingt das nach einer anderen Zeit – nach den Neunzigern vielleicht, nach Wohnzimmern voller Duftlampen und Parfümproben. Macht man das überhaupt noch?
Ich glaube: Ja. Aber anders.
Nicht als Verkaufsshow, sondern als Begegnung. Als Einladung, Düfte wieder bewusst zu erleben – mit Freundinnen, Familie oder einfach für sich allein.

Denn der Herbst ist die Zeit, in der die Sinne nach innen wandern. Wir nehmen alles intensiver war, wir kochen wieder mehr wärmende Gerichte, wir zünden Kerzen an. Alles wird weicher, wärmer, langsamer. Und genau darin liegt die Chance, Düfte nicht nur zu konsumieren, sondern sie als Ritual zu verstehen – als etwas, das uns erdet, verbindet und erinnert.


1. Duftpartys neu gedacht

Was wäre, wenn eine Duftparty heute so aussehen würde:

Ein kleiner Tisch.
Vier, fünf Menschen, die Zeit mitbringen.
Auf dem Tisch: Tee, ein paar Gewürze, getrocknete Orangenscheiben, kleine Fläschchen ätherischer Öle.
Im Hintergrund Kerzenlicht, vielleicht ein diffuser Duft von Vanille und Zimt.

Jede bringt einen Duft mit, der sie begleitet – ein Parfüm, ein Öl, ein Stück Räucherwerk, vielleicht sogar etwas Selbstgemachtes. Und dann geht es nicht ums Vorstellen, sondern ums Erzählen: Was löst dieser Duft in mir aus? Welche Erinnerung taucht auf?

So entsteht etwas Intimes, Verbindendes.
Man lacht, man schweigt, man riecht – und merkt, wie wenig es braucht, um sich selbst wieder zu spüren.

Zum Abschluss kann jeder einen „Herbstduft“ mischen:
Eine kleine Roll-On-Mischung, eine Räucherprobe oder eine Duftkarte – je nachdem wonach einem gerade ist.
Eine Erinnerung an einen verbindenden Abend.

Tipp:
Wenn du so ein Treffen planst, bereite einen Dufttisch vor:
– 3–5 warme ätherische Öle (Orange, Vanille, Zimt, Benzoe, Sandelholz)
– 2 frische Gegengewichte (Bergamotte, Zeder, Zirbe)
– neutrale Duftstreifen, Pipetten, Jojobaöl für Roll-Ons
– etwas Gebäck, Tee oder Kakao

Das ist kein Event, das man „veranstaltet“, sondern eine Erfahrung, die man teilt.


2. Räuchern – das archaische Element

Räuchern ist viel älter als Parfüm und Kerze. Es ist der Ursprung des Dufts selbst.
Wenn Harze, Kräuter oder Hölzer aufglimmen, verbindet sich das Element Feuer mit der Erde – der Duft wird zu Rauch, und Rauch steigt auf. Symbolisch und ganz real: etwas verwandelt sich.

Gerade im Herbst, wenn das Alte vergeht und Neues noch nicht greifbar ist, tut dieses Ritual gut.
Es muss nicht spirituell aufgeladen sein. Es reicht, sich bewusst einen Moment Zeit zu nehmen.

So kannst du es einfach machen:

Verwende eine kleine Räucherschale mit Sand.

Lege ein Stück glühende Kohle hinein (oder nutze ein Siebstövchen, wenn du es sanfter magst).

Streue etwas Räucherwerk darauf:

  • Wärmend: Benzoe, Zimt, Vanille, Sandelholz
  • Klar und erdend: Fichtennadeln, Beifuß, Wacholder, Tannennadeln
  • Stimmungsaufhellend: Orangenschalen, Rosenblätter, Lavendel


Achte auf gute Qualität und natürliche Zutaten.
Räuchern ist kein Lufterfrischer – es ist ein bewusstes Innehalten. Ein kleines Stück Achtsamkeit, das den Raum verändert.

Ritualidee

Räuchere am Abend, wenn du den Tag abschließt. „Bade“ dich in dem Rauch.
Frag dich: Was darf heute losgelassen werden? Was soll bleiben?


3. Ätherische Öle und Aromadiffusoren – moderne Begleiter

Nicht jeder mag Rauch, und das ist völlig in Ordnung.
Ein Aromadiffusor ist die zeitgemäße, sanfte Variante, Düfte in den Alltag zu integrieren.
Er verteilt feinen Nebel – Wasser und wenige Tropfen Öl genügen.

Herbstliche Duftideen

  • Für Geborgenheit: 2 Tropfen Orange, 1 Vanille, 1 Zimt
  • Für Erdung: 2 Tropfen Sandelholz, 1 Fichte, 1 Mandarine
  • Für Klarheit: 2 Tropfen Bergamotte, 1 Zeder, 1 Rosmarin

Oder du nimmst bereits vorgemischte abgestimmte Kompositionen.

Meine liebsten Diffusormischungen

1. Munozent – die Stärkende

Eine frische, klare Mischung mit Eukalyptus, Zitrone und Lavendel.
Sie öffnet die Atemwege, schenkt Leichtigkeit und unterstützt, wenn man das Gefühl hat, etwas abzuschirmen oder sich zu schützen. Ideal für die Übergangszeit, wenn das Immunsystem ein bisschen extra Aufmerksamkeit braucht.
Duftwirkung: reinigend, klärend, belebend.

Ritualtipp: Ein paar Tropfen im Diffusor, während man am Abend Tee trinkt oder Tagebuch schreibt. Der Duft klärt den Kopf und beruhigt gleichzeitig.

2. Armozont – die Sanfte

Mandarine, Lavendel und Ylang-Ylang verbinden sich hier zu einer warmen, beruhigenden Komposition.
Sie hilft, nach einem vollen Tag herunterzufahren, den Geist zu entspannen und einen guten Schlaf zu fördern. Der Duft erinnert an Geborgenheit, an weiche Decken, an Licht im Fenster.
Duftwirkung: entspannend, lösend, harmonisierend.

Ritualtipp: Vor dem Schlafengehen im Schlafzimmer vernebeln oder einen Tropfen auf die Handgelenke geben und tief einatmen.

3. Dynazent – die Belebende

Eine aktivierende Mischung aus Orange, Rosmarin und Pfefferminze.
Perfekt für graue Tage, an denen man Energie und Fokus braucht. Sie wirkt anregend, ohne aufdringlich zu sein, und bringt einen Hauch von Sonne in den Raum.
Duftwirkung: vitalisierend, konzentrationsfördernd, erfrischend.

Ritualtipp: Morgens im Bad  während du dich für den Tag fertig machst verwenden oder beim Lüften, um frische Energie hereinzulassen.


Interessierst du dich näher für diese Duftmischungen? Sprich mich gerne an!


4. Noch mehr kleine Alltagsrituale mit Duft

Düfte entfalten ihre Kraft, wenn sie mit Bedeutung verbunden sind.
Hier ein paar einfache Ideen, wie du sie in deinen Alltag integrieren kannst:

  • Am Morgen: Ein Tropfen Grapefruit oder Orange auf den Handgelenken, tief einatmen – der Tag beginnt wacher.
  • Am Nachmittag: Ein Stück Tonka oder Vanille im Teelicht schmelzen lassen, um Wärme zu spüren.
  • Am Abend: Einen Tropfen Lavendel auf den Wollschal oder auf das Kopfkissen geben.
  • Am Wochenende: Draußen einen Spaziergang machen, ein paar Kiefernnadeln oder Moos sammeln, sie zu Hause in eine kleine Schale legen.

5. Düfte die als Erinnerungen bleiben

Wenn ich am Abend eine Kerze auspuste und der feine Rauch sich im Raum verteilt, dann ist da dieser Moment zwischen Ende und Anfang.
Ein Hauch von Wärme, der kurz bleibt, bevor er sich verflüchtigt.
Genau das liebe ich am Herbst: dass er mich lehrt, dass Schönheit nicht ewig währt, aber tief wirken kann – wie ein Duft, der noch in der Luft liegt, wenn man den Raum längst verlassen hat.

Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, dass der Duft bleibt.
Sondern darum, dass wir bleiben – offen, wahrnehmend, dankbar für diese flüchtigen Augenblicke, die uns an das Wesentliche erinnern: dass Leben riecht, dass Erinnerung duftet, dass Wärme ein Gefühl ist, das man teilen kann.

Herbstzeit ist Duftzeit – Warum Gerüche uns so tief berühren

Der Herbst spricht mit uns in vielfältiger Weise – nicht nur mit seinen Farben, sondern auch mit seinen Gerüchen. Kaum eine Jahreszeit ist so eng mit Düften verbunden: feuchte Erde, Laub, Rauch, Gewürze, Suppe, Wachs. Es ist, als würde der Herbst die Sinne bewusst dämpfen, um sie zugleich zu schärfen.

Gerüche und Erinnerungen – warum der Herbst so tief wirkt

Der Geruchssinn ist der älteste unserer Sinne. Er ist direkt mit dem limbischen System im Gehirn verbunden, dem Zentrum für Emotionen und Erinnerungen. Wenn wir einen Duft wahrnehmen, gelangt die Information ohne Umweg in diesen Teil unseres Gehirns – deshalb können uns Gerüche so unmittelbar berühren.

Ein bestimmter Duft kann uns in Sekunden an Kindheitstage erinnern, an die Küche der Großmutter, an Herbstspaziergänge im Nebel. Das erklärt, warum der Herbst so stark auf unser Gefühlsleben wirkt: Er ruft in uns das Bedürfnis nach Geborgenheit wach, nach Wärme und Vertrautheit.

Warum wir im Herbst andere Düfte lieben

Unser Körper und unsere Psyche reagieren auf Jahreszeiten. Im Sommer ziehen uns frische, zitronige Noten an – sie wirken kühlend und leicht. Im Herbst hingegen suchen wir Wärme: Vanille, Tonkabohne, Zimt, Kardamom, Nelke, Patchouli, Sandelholz.
Diese Düfte vermitteln Sicherheit. Sie wirken entspannend, ausgleichend, stimmungsaufhellend. Studien aus der Aromatherapie zeigen, dass warme Gewürzdüfte die Ausschüttung von Serotonin fördern und das vegetative Nervensystem beruhigen können.

Der Jahreszeitenwechsel fordert das Nervensystem heraus: weniger Licht, mehr Dunkelheit, veränderte Aktivität. Düfte helfen, diesen Übergang weicher zu gestalten – sie schaffen einen emotionalen Anker.

Räuchern, Duftöle, Küche – drei Wege zur sinnlichen Herbstzeit

Räuchernwerk auf Räucherkohle hüllt den Raum in seinen Duft ein

1. Räuchern – das archaische Element

Räuchern ist eine der ältesten Formen, mit Duft zu arbeiten. Harze wie Benzoe, Myrrhe oder Copal entfalten auf glühender Kohle eine warme, balsamische Tiefe. Getrocknete Orangenschalen, Zimtstücke, Vanille oder Rosenblätter bringen süßere Noten.
Das Räuchern schafft eine besondere Atmosphäre: Es markiert Übergänge – vom Tag in den Abend, vom Außen ins Innen, von der Aktivität in die Ruhe.

2. Ätherische Öle – sanfte Alltagsbegleiter

Ein Tropfen auf dem Diffusor oder auf einem Stück Holz genügt. Orange, Mandarine und Zimt schenken Geborgenheit, während Tonka und Sandelholz erden. Wer sich schwer von der Sommerenergie lösen kann, findet in Fichte, Zirbe oder Zeder einen Duft, der den Übergang unterstützt – er hilft, „Wurzeln zu fassen“.

3. Küche und Herd – ein Duft weckt Erinnerungen

Kaum etwas spricht direkter zur Seele als das, was im Ofen oder im Topf duftet. Kürbissuppe mit Kokosmilch und Curry. Apfelringe mit Zimt. Pflaumenkompott. Selbstgebackenes Brot mit Fenchelsaat. Diese Düfte sind essbare Geborgenheit. Sie verbinden uns mit etwas Urmenschlichem: dem Wissen, dass Nahrung und Duft zusammen Heilung bedeuten können.


Düfte als Tore zur Achtsamkeit

Düfte haben eine besondere Gabe: Sie holen uns ins Hier und Jetzt. Sie lassen sich nicht festhalten, oder gar digitalisieren. Sie sind flüchtig – und gerade das macht sie so kostbar.
Wenn du also in den kommenden Wochen eine Kerze anzündest, Suppe kochst oder Harz auf Kohle legst, dann tu es langsam. Lass den Geruch bewusst zu dir kommen. Atme. Nimm wahr, wie sich etwas verändert.

Denn das ist vielleicht die wahre Botschaft des Herbstes: dass Wärme nicht von außen kommt, sondern aus der Aufmerksamkeit, mit der wir uns umgeben.

Herbstzeit ist Duftzeit – Ein sinnlicher Spaziergang durch die Jahreszeit

Sobald die Tage kürzer werden und das Licht weich über den Nachmittag fällt, beginnt etwas in mir sich zu verändern. Der Sommer mit seiner Unbeschwertheit zieht sich langsam zurück, und an seine Stelle tritt eine tiefe, warme Ruhe. Ich spüre, wie ich langsamer werde, wie ich beginne, mich wieder nach innen zu richten – und wie mein Geruchssinn auf einmal wacher wird.

Wenn draußen die Luft nach feuchtem Laub, nach Holzrauch und Erde riecht, dann ist für mich die Zeit gekommen, auch drinnen den Duft neu zu entdecken. Es ist, als ob der Körper intuitiv weiß: Jetzt will ich es warm, süß und wohlig.
Ein Topf mit Kürbissuppe, in dem Muskat und Ingwer leise miteinander tanzen. Frisch gebackene Plätzchen, deren Vanilleduft durch die Räume zieht. Eine Kerze, die nach Zimt, Orange und einem Hauch von Tanne riecht.

Ich merke, wie sehr mich Düfte tragen. Sie holen mich ins Jetzt. Wenn der Alltag laut ist, genügt manchmal schon das Anzünden einer Kerze, um die Stimmung zu verändern. Der Geruch breitet sich aus, und plötzlich ist der Raum weich, geborgen, vertraut.
Düfte sind für mich wie eine Sprache, die keine Worte braucht – sie sprechen direkt zur Seele. Sie erinnern mich an Kindheit, an Geborgenheit, an die Freude, wenn draußen der Regen prasselt und drinnen jemand Tee aufgießt.

Im Herbst finde ich zu dieser sinnlichen Seite besonders stark zurück. Ich beginne, kleine Rituale zu pflegen:
Ein Tropfen ätherisches Öl auf den Wollschal, bevor ich rausgehe. Eine Handvoll getrocknete Orangenscheiben und Nelken im Topf auf dem Ofen, die langsam ihren Duft verströmen. Manchmal auch nur das Rascheln von Laub, das in der Tasche landet, weil es zu schön war, um es liegen zu lassen.

Herbstzeit ist Duftzeit. Sie erinnert mich daran, dass Sinnlichkeit nichts mit Überfluss zu tun hat, sondern mit Aufmerksamkeit. Mit dem bewussten Wahrnehmen, mit dem Innehalten.
Und vielleicht auch mit einer kleinen Sehnsucht danach, dass das Zuhause ein Ort bleibt, an dem Wärme nicht nur von der Heizung kommt – sondern von all den kleinen Dingen, die gut riechen und das Herz berühren.

Fühlst du auch, wie sich eine Stimmung im Herbst ändert?

Warum ich Basteln mit Naturmaterialien liebe

Wenn ich mit meinen Kindern oder einer Gruppe draußen unterwegs bin, sammeln wir oft nebenbei: einen Ast, der sich geschwungen wie ein Zauberstab anfühlt, eine Feder, die im Wind tanzte, oder Blätter in den schönsten Farben. In unseren Händen verwandeln sich diese Fundstücke in kleine Schätze. Und genau in diesem Moment beginnt für mich schon die eigentliche Magie des Bastelns mit Naturmaterialien.

Mehr als nur Basteln

Für viele wirkt Basteln wie eine Freizeitbeschäftigung. Für mich ist es weit mehr. Es ist eine Einladung, in Beziehung zu treten – mit der Natur, mit den Kindern, mit sich selbst. Wenn wir ein Blatt in die Hand nehmen, betrachten wir es, spüren seine Struktur, riechen vielleicht den erdigen Duft. Wir üben Achtsamkeit, ohne dass es uns jemand erklären muss. Kinder erfahren dabei: Die Welt ist voller Details, die es wert sind, gesehen zu werden.

Lernen mit allen Sinnen

Pädagogisch betrachtet steckt in diesem Tun ein riesiger Schatz. Kinder lernen nicht nur feinmotorische Fähigkeiten, wenn sie Rinde schnitzen, Blätter kleben oder Zapfen auffädeln. Sie üben gleichzeitig Geduld, Ausdauer und Kreativität. Sie probieren aus, scheitern, beginnen neu – und erleben, dass auch unperfekte Lösungen wertvoll sind. Genau das stärkt ihr Selbstvertrauen.
Nebenbei entsteht ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge: Wo kommt das Material her? Was darf ich nehmen, ohne die Natur zu schädigen? Welche Pflanze erkenne ich wieder, wenn ich sie nächstes Mal sehe? Das Basteln wird so zu einer Art Naturkundeunterricht, nur ohne Schulbuch, sondern mitten im Leben.

Schönheit im Unperfekten

Eines liebe ich besonders: In der Natur ist nichts genormt. Kein Zweig gleicht dem anderen. Eine Muschel ist vielleicht angeschlagen, ein Blatt von Insekten angenagt. Gerade diese Unregelmäßigkeiten machen das Material so spannend. Kinder erleben: Perfektion ist gar nicht nötig, um etwas Schönes zu schaffen. Sie dürfen frei gestalten, ohne Erwartungsdruck – und das ist eine Erfahrung, die viele von uns Erwachsenen erst mühsam wieder erlernen müssen.

Nähe beim gemeinsamen Werkeln

Wenn ich mit meinen Kindern bastle, geschieht noch etwas Wertvolles: Wir kommen ins Gespräch, aber manchmal auch in ein wohltuendes Schweigen. Unsere Hände sind beschäftigt, doch unsere Gedanken dürfen fließen. Dieses gemeinsame Schaffen schafft Nähe, die im hektischen Alltag oft fehlt. Für Kinder ist das ein Schatz: Sie spüren, dass sie mit dem Erwachsenen an ihrer Seite Zeit haben – nicht durchgetaktet, nicht zweckgebunden, sondern offen und kreativ.

Nachhaltigkeit erklären

Ich könnte meinen Kindern theoretisch viel über Nachhaltigkeit erzählen. Aber wenn wir zusammen im Wald Material sammeln, spüren sie, was „Kreislauf“ bedeutet. Was wir basteln, darf vergehen. Es entsteht kein Plastikmüll, sondern etwas, das wieder Teil der Natur wird. Pädagogisch ist das unschätzbar wertvoll: Kinder lernen, dass sie Teil eines Ganzen sind und Verantwortung tragen – nicht aus Zwang, sondern aus Liebe.

Warum es mich erfüllt

Vielleicht liebe ich das Basteln mit Naturmaterialien deshalb so sehr, weil es zwei Seiten in mir vereint: meine Kreativität und meine tiefe Naturverbundenheit. Es ist wie ein Gespräch zwischen mir und der Welt da draußen. Ich nehme etwas, forme es, gebe ihm einen neuen Ausdruck – und gleichzeitig schenkt mir die Natur Inspiration, Ruhe und das Gefühl, aufgehoben zu sein.
Am Ende bleibt oft nicht nur ein kleines Werkstück zurück – sei es ein Windspiel, ein Naturmandala oder ein Kranz. Es bleibt auch ein inneres Gefühl: Wir haben uns verbunden. Mit der Natur, miteinander, mit uns selbst.

Und genau deshalb liebe ich es.


Pädagogischer Mehrwert vom Basteln mit Naturmaterial


1. Förderung der Feinmotorik
Beim Schnitzen, Auffädeln oder Kleben üben Kinder Geschicklichkeit, Konzentration und Hand-Auge-Koordination.

2. Stärkung von Kreativität und Problemlösung
Naturmaterialien sind nicht genormt. Kinder müssen improvisieren und eigene Wege finden – das fördert kreatives Denken.

3. Naturverbindung
Durch das Sammeln, Fühlen und Gestalten entsteht ein intensiver Kontakt zur Natur. Kinder lernen Pflanzen und Materialien kennen und entwickeln Wertschätzung.

4. Achtsamkeit und Sinneserfahrung
Die Beschäftigung mit natürlichen Dingen entschleunigt. Kinder erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen.

5. Nachhaltigkeitsbewusstsein
Das Material ist frei verfügbar, vergänglich und Teil natürlicher Kreisläufe. So lernen Kinder Nachhaltigkeit nicht abstrakt, sondern ganz praktisch.

6. Soziale Nähe und Beziehungspflege
Gemeinsames Basteln schafft Gesprächsräume, stärkt die Bindung und gibt Kindern das Gefühl: „Ich bin wichtig. Meine Ideen zählen.“


Kindergeburtstag im Wald – Abenteuer in der Dunkelheit

Ein Kindergeburtstag im Wald, mitten in die Dämmerung hinein – Geräusche werden lauter, Schatten länger und plötzlich stehen die Sterne über uns. Was zunächst Angst macht, verwandelt sich in Staunen und Vertrauen. Die Kinder lernen, dass die Dunkelheit nicht nur Geheimnis, sondern auch Geschenk ist.
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Ein Kindergeburtstag im Wald ist immer ein besonderes Erlebnis. Aber wenn die Sonne untergeht und der Wald in Dunkelheit gehüllt wird, entsteht eine ganz eigene Stimmung. Genau diesen Moment haben wir bei einem meiner letzten Outdoor-Kindergeburtstage bewusst genutzt: Die Kinder durften den Übergang vom hellen Tag in die Nacht erleben – eine Erfahrung voller Abenteuer, Mut und Staunen.

Viele Kinder kennen den Wald vom Spielen am Tag. Doch in der Dunkelheit verändert er sich. Geräusche wirken intensiver, Bewegungen im Unterholz geheimnisvoller. Für manche Kinder entsteht ein Gefühl von Unsicherheit, andere sind neugierig und wollen mutig vorangehen. Ein solches Abenteuer in der Dunkelheit fordert heraus – und schenkt gleichzeitig wertvolle Erfahrungen.

Orientierung im Wald bei Nacht

Wir haben gemeinsam herausgefunden, wie man sich auch ohne Taschenlampe orientieren kann: die Füße spüren den Boden, die Ohren hören genauer hin, und der Blick zum Himmel öffnet eine ganz besondere Landkarte. An diesem Abend hatten wir Glück – eine klare Nacht, ideal, um Sternbilder mit Kindern zu entdecken.

Besonders eindrucksvoll war der Große Bär im Norden, der schon seit Jahrhunderten Reisenden den Weg weist. Die Kinder erfuhren, dass man sich mit ein wenig Wissen tatsächlich an den Sternen orientieren kann – genau wie früher die Seefahrer. So wurde der Himmel zum Begleiter und gab Sicherheit.

Sterne als Hoffnungsträger

Sterne faszinieren uns seit jeher. Sie stehen für Hoffnung, Weite und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Auch die Kinder spürten das. Der Weg zurück durch den dunklen Wald wurde leichter, weil die Sterne uns begleiteten. Diese Naturerfahrung für Kinder zeigte eindrucksvoll: Die Natur nimmt uns nicht nur das Licht, sie schenkt uns auch Orientierung und Vertrauen.

Die Natur als Lehrerin

Ein solcher Kindergeburtstag ist mehr als nur eine Feier. Die Kinder lernen, dass die Dunkelheit keine Bedrohung ist, sondern ein Raum voller Entdeckungen. Sie erfahren, dass man Angst überwinden kann, wenn man sich ihr stellt. Und sie erleben, dass die Natur unser Freund ist – ein Ort, der uns Geborgenheit und Abenteuer zugleich bietet.

Dieser Geburtstag im Wald war ein Geschenk für alle Teilnehmer. Auch für mich. Die Kinder haben nicht nur Sternbilder kennengelernt, sondern auch ein Stück mehr Selbstvertrauen gewonnen. Ein Kindergeburtstag unter dem Sternenhimmel verbindet Spiel, Abenteuer und Naturerlebnis auf einzigartige Weise – und bleibt lange in Erinnerung.


Wenn du dir auch einen besonderen Outdoor-Kindergeburtstag für dein Kind wünschst, bei dem Abenteuer, Naturpädagogik und Sternenstaunen im Mittelpunkt stehen, melde dich gerne bei mir. Gemeinsam gestalten wir einen unvergesslichen Tag in der Natur.

Wie Kinder in der Natur über sich hinaus wachsen

Wenn Kinder draußen sind, passiert etwas Besonderes. Es ist, als würde die Natur eine Tür öffnen, hinter der Neugier, Mut und Lebensfreude nur darauf warten, hervorzuspringen. Gestern habe ich das wieder beobachten dürfen: schmutzige Hände, Moos zwischen den Fingern, kleine Schätze aus Steinen und Blättern. Aus alldem entstehen Welten. Kinder tauchen hinein, vergessen Zeit und Ort, weil sie ganz bei sich und dem Moment sind.

Doch es ging noch ein Stück weiter. Wir haben uns gefragt: Was brauchen wir eigentlich, um draußen zu überleben? Die Antwort ist uralt und doch immer wieder neu: Shelter, Fire, Water, Food.
Ein Dach über dem Kopf, Wärme, Wasser, Nahrung. Nicht mehr, nicht weniger.

Also begannen die Kinder, aus Ästen und Laub einen Unterschlupf zu bauen. Eine Laubhütte – simpel, aber wirkungsvoll. Plötzlich wurde sichtbar: Hier geht es nicht um Spielerei, sondern um eine echte Fähigkeit. Wenn die Temperaturen fallen, kann genau so ein Unterschlupf den Unterschied machen. Die Kinder spürten das. Dieses Wissen, dass die Natur selbst uns schützt, wenn wir wissen wie, gab ihnen einen tiefen Ernst und gleichzeitig eine unglaubliche Freude.

Und dann das Feuer. Für mich jedes Mal ein Herzstück.
Zuerst das Suchen: Welches Material eignet sich für ein Zundernest? Trockenes Gras, Birkenrinde, feine Holzspäne – nichts wird übersehen, jedes Detail zählt. Danach der Feuerstahl. Funken schlagen, wieder und wieder, mit Geduld. Manchmal dauert es zehn Minuten, manchmal länger. Aber genau das ist der Punkt: Die Kinder geben nicht auf. Sie halten durch. Und wenn die ersten Flammen schließlich tanzen, dann bricht es heraus – Jubel, Staunen, Lachen.

Es ist, als ob sich in diesem Augenblick etwas im Inneren entzündet. Nicht nur das Feuer, sondern auch die Erkenntnis: Ich habe das geschafft. Ich bin in der Lage, mir Wärme zu verschaffen. Ich kann etwas, das wirklich zählt. Diese Selbstwirksamkeit ist ein Geschenk. Sie trägt weiter als jede Belohnung aus dem Alltag, weiter als ein Pokal oder eine gute Note.

Diese archaischen Erfahrungen haben eine Kraft, die man nicht in Worte fassen kann. Kinder spüren plötzlich, dass sie Teil einer großen, lebendigen Welt sind. Dass sie selbst die Fähigkeit haben, in ihr zu bestehen. Sie lernen, wie wichtig Durchhaltevermögen ist, dass Scheitern nur eine Zwischenstation ist, und dass gemeinsames Tun verbindet.

Was mich dabei immer wieder berührt: Die Freude ist ehrlich. Sie braucht kein aufwendiges Spielzeug, keine bunte Animation. Ein Funke, der auf trockenes Gras fällt, reicht, um Augen zum Leuchten zu bringen. Ein selbst gebauter Unterschlupf reicht, um Stolz und Sicherheit zu spüren.

Und genau das wünsche ich mir für Kinder: Räume, in denen sie sich ausprobieren können. Orte, an denen sie archaische, ursprüngliche Erfahrungen sammeln – geschützt, aber echt. Denn solche Momente prägen. Sie sind Erinnerungen fürs Leben.

Dafür bin ich da. Mit meinen Angeboten möchte ich Familien ermöglichen, diese Intensität selbst zu erleben. Damit Kinder nicht nur wissen, wie sich Feuer anfühlt, sondern auch, wie es ist, über sich hinauszuwachsen. Damit sie spüren, wie viel Kraft in ihnen steckt.

Denn wie schön ist es, das Leuchten im Gesicht des Kindes zu sehen, wenn es sagt: Ich habe Feuer gemacht.